Aktuelles aus dem Universum der Übersetzung und Softwarelokalisierung

Wir sind Sprachfreaks, das geben wir gerne zu. Die Welt der Übersetzung und Software-Lokalisierung ist spannend und faszinierend. Aber auch unser Büro-Alltag sorgt für die ein oder andere Schlagzeile. An dieser Stelle bloggen wir regelmäßig Interessantes für unsere Kunden, Freunde und Mitarbeiter. Bleiben Sie dran!

Damit unser Blog immer aktuell ist und keine Verzögerungen durch Übersetzungen in andere Sprachen entstehen, erstellen wir die Posts in den zwei Kernsprachen Englisch und Deutsch. Über die RSS-Funktion können Sie die Blogeinträge gerne abonnieren. Keep in touch with @transcript!


transcript-blogger
20/02/2015 - 10:13

Cloud Computing ist Megatrend. Und das im privaten wie im unternehmerischen Kontext. Laut einer Studie von KPMG (Cloud-Monitor 2014 für Deutschland) nutzen bereits 40 % aller deutschen Unternehmen das Cloud-Computing. Branchen-Spitzenreiter sind dabei die ohnehin innovativen Unternehmen für Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK): 60 % von ihnen sind laut Studie an Cloud-Lösungen interessiert; nur 18 % lehnen das Arbeiten mit der Cloud ab.
Die Vorteile vom webbasierten Arbeiten mit der Cloud liegen auf der Hand: Auch mittelständische Unternehmen haben damit ganz flexibel Zugriff auf Technologien und Informationen, die bisher finanzstarken Großunternehmen vorbehalten waren. Dabei gilt das Prinzip des „Einmietens“ in die Cloud: Unternehmen nutzen „on demand“ die Ressourcen, die sie kunden-, projekt- und zeitabhängig gerade brauchen – und bezahlen nur das, was sie auch abrufen. Außerdem ist bei der Cloud Mobilität Trumpf: Jeder kann jederzeit und von praktisch jedem Endgerät wie Desktop, Tablet oder Smartphone auf die Cloud zugreifen. Das eröffnet zum Beispiel internationalen Teams, die von verschiedenen Standorten aus arbeiten, ganz neue Möglichkeiten des Projektmanagements. Unterm Strich kommen die webbasierten Ressourcen die Unternehmen weitaus günstiger als die Investition in ständig neue, firmeneigene IT-Systeme.
Die Kehrseite der Medaille sind jedoch ungeklärte Fragen vor allem bei den Themen Datenschutz und Datensicherheit. Cyberkriminalität oder die Tätigkeit von Geheimdiensten – zuletzt in großem Stil geschehen beim NSA-Überwachungsskandal – werden laut KPMG-Befragungen von 74 % der Unternehmen als reale Bedrohung empfunden.
Diese Sicherheitslücken sind beim cloudbasierten Übersetzen so gut wie ausgeschlossen, da es sich in der Regel um Cloudlösungen mit streng geregelten Zugangsrechten handelt. Webbasierte Übersetzungstools machen Translation Memories und wertvolle Sprachressourcen für professionelle Übersetzer zugänglich. Größter Vorteil ist die uneingeschränkte Mobilität beim Zugriff und die Kompatibilität mit verschiedenen Betriebssystemen wie Mac, Windows oder Linux. Webbasierte Translation-Memory-Systeme bieten heute neben allen Standards traditioneller TMS auch Zusatzfunktionen wie Filter für unterschiedliche Dateiformate, Wörterbücher, Projektmanagementsysteme – und vor allem den Anschluss zu maschinellen Übersetzungssystemen. Bei @transcript verwenden wir beispielsweise im Bereich der maschinellen Übersetzung ein solches cloudbasiertes System und setzen auf Kundenwunsch auch in anderen Bereichen spezielle cloudbasierte Lösungen ein.
Bei uns als professioneller Übersetzungsagentur hat die Zukunft also längst begonnen.

Quellen:
http://www.bmwi.de/DE/Themen/Digitale-Welt/Internet-der-Zukunft/cloud-computing.html
http://www.bmwi.de/Dateien/BMWi/PDF/Monatsbericht/Auszuege/09-2013-cloud-computing,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf
http://uepo.de/2013/08/07/cloudwords-wordbee-xtm-cloud-co-was-bringen-webbasierte-ubersetzungssysteme/
http://www.heise.de/open/artikel/Open-Source-fuer-Uebersetzer-1204029.html?artikelseite=2
https://www.kpmg.com/DE/de/Documents/cloudmonitor-2014-kpmg.pdf

transcript-blogger
04/02/2015 - 13:17

Carpe diem – Pflücke den Tag! So lehrt es der römische Dichter Horaz in seiner Ode „An Leukonoë“. Nutzen wir also den Tag, um etwas über die Bedeutung des Lateinischen für Wissenschaft, Kultur und die Sprachen Europas zu lernen. Die „tote“ Sprache Latein ist viel lebendiger, als wir denken. Denn unzählige Fremdwörter und Redewendungen gehen bis heute auf das Lateinische zurück – auch in nichtromanischen Sprachen wie Englisch oder Deutsch. Wir berichteten bereits auf diesem Blog, dass immer mehr Schüler in Europa sich für Latein als erste, zweite oder dritte Fremdsprache entscheiden. Mindestens so interessant wie diese Tatsache ist die Geschichte der lingua latina selbst. Die Bezeichnung „Latein“ geht auf die Latiner zurück, ein Volk im antiken Latium (der heutigen italienischen Region Lazio) mit seinem seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. blühenden Zentrum Rom. Die lateinische Literatur erreichte mit so berühmten Autoren wie Cicero und Vergil schon zur Zeit des 1. Jh. v. Chr. (Goldene Latinität) einen derart hohen Grad der Perfektion, dass sich die Schriftsprache im 1./2. Jh. n. Chr. (Silberne Latinität) und auch in der Spätantike (Spätlatein) abgesehen vom Vokabular kaum noch veränderte. Das Latein der römischen Schriftsteller war als Sprache der Literaten, Wissenschaftler, Politiker und Kirchenleute bis in die Neuzeit von enormer Bedeutung. Wichtige Werke von Erasmus, Luther, Descartes oder Newton sind auf Latein verfasst – und noch im 19. Jahrhundert mussten Studenten in ganz Europa  Vorlesungen an ihrer Uni auf Latein verstehen können! „Tot“ ist Latein also nur insofern, als dass das klassische, heute an Schulen und Universitäten gelehrte Latein auf die ursprüngliche Ausformung der Sprache im ersten vorchristlichen Jahrhundert zurückgeht – und eben nicht mehr gesprochen wird.
Lebendiger ging es „im Volksmund“ zu: Als Amtssprache des Römischen Reichs wurde Latein zur dominierenden gesprochenen Sprache des westlichen Mittelmeerraums. Im Gegensatz zur Schriftsprache entwickelte sich Latein als „Sprache des einfachen Volkes“, dem sogenannten Vulgärlatein (was übrigens nichts mit der gängigen Bedeutung von „Vulgärsprache“ zu tun hat), ständig weiter. So gingen im Laufe der Zeit sämtliche romanischen Sprachen aus dem gesprochenen Lateinisch hervor. Im Grundwortschatz des Französischen, Italienischen, Spanischen und Portugiesischen wimmelt es von Übereinstimmungen, die in den gemeinsamen lateinischen Ursprüngen wurzeln. Ein Beispiel ist das Zahlwort „Fünf“:
Spanisch: cinco, Italienisch: cinque, Französisch: cinq, Portugiesisch: cinco.
Stellt sich die Frage, ob es nicht einfacher gewesen wäre, wenn alle Europäer beim Lateinischen geblieben wären. Doch das Wesen der Sprache ist nun einmal ihre ständige Veränderung und Weiterentwicklung…
Ganz lebendig kommt auch die lateinische Version der @transcript-Wesite daher. Schauen Sie doch mal rein unter: http://www.transcript.de/la/navigation/transcript.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Latein
http://www.weikopf.de/index.php?article_id=58
 

transcript-blogger
22/01/2015 - 10:10

Mehr Sport treiben, gesünder essen, eine neue Sprache lernen – welches sind Ihre guten Vorsätze für das Jahr 2015? Wenn Sie sich für den Erwerb einer Fremdsprache entschlossen haben, gibt es viele Möglichkeiten, Ihr Ziel zu erreichen.
Wie so vieles im Leben ist auch das Sprachenlernen eine Typfrage. Dabei lässt sich grob zwischen sechs verschiedenen Lerntypen unterscheiden:
1. Visuell: Sehen ist alles! Der visuelle Lerntyp prägt sich Vokabeln und Redewendungen am besten ein, wenn er sie geschrieben oder visuell dargestellt sieht.
2. Auditiv: Für diesen Lerntyp geht nichts über das Hören der Fremdsprache.
3. Haptisch: „Lernen durch Schreiben“ beschreibt diesen Lerntyp am besten.
4. Kognitiv: Kognitive Typen lieben eine analytische Herangehensweise. Grammatische Regeln und ein Lehrbuch mit System sind Trumpf!
5. Imitativ: Imitative Lerntypen nähern sich der Fremdsprache durch Hören und Nachsprechen.
6. Handlungsorientiert: „Learning by Doing“ heißt die Maxime dieses Lerntypen. Konkrete Aufgaben des Alltags in der Fremdsprache zu lösen führen hier am schnellsten zum Ziel.

Und, zu welchem Lerntyp würden Sie sich am ehesten zählen? Unabhängig davon ist das Erlernen einer Fremdsprache immer eine multisensorische Angelegenheit. Je mehr Sinne beim Lernen angesprochen werden, desto besser prägen sich die Redewendungen der zu erlernenden Sprache nämlich in das Gedächtnis ein. Also: Am besten für ein paar Wochen die Koffer packen und los geht’s in das Land mit der neuen Sprache Ihrer Wahl. Wer eine Zeit lang mit allen Sinnen in die zunächst fremde Sprachwelt eintaucht, für den stehen die Chancen gut, dass schon nach wenigen Wochen die Verständigung im Alltag prima klappt. Der Königsweg ist natürlich, im Ausland die Dame oder den Herrn des Herzens kennenzulernen. Ganzheitlicher lässt sich Sprache und Kultur sicher nicht lernen.
Natürlich hat nicht jeder gleich ein paar Wochen oder Monate Zeit, um zum Sprachenlernen ins Ausland zu reisen. Zum Glück gibt es aber auch für die Daheimgebliebenen gute Alternativen. Zu den beliebtesten zählen das Online-Learning oder Sprachkurse bei ortsansässigen Sprachschulen. Für Sprachstudenten mit Vorkenntnissen kann es auch klug sein, ein sogenanntes Sprach-Tandem zu bilden: Dann lernen zwei Personen jeweils von der Sprache des anderen. Pfiffige Sprachenlerner peppen ihre Lektionen auf, indem sie Internet-Radio hören, fremdsprachliche TV-Programme wählen oder sich den neuesten Kinofilm einfach mal in der Fremdsprache anschauen – mit muttersprachlichen Untertiteln als Verständnis-Back-up. Ein Tipp zum Schluss: Für welche Methode auch immer Sie sich entscheiden, bleiben Sie entspannt! Denn wer mit Spaß lernt, der lernt noch immer am besten.

Quellen:
http://www.pm-magazin.de/a/sprachen-lernen-die-stationen-des-lernens-die-besten-methoden-f%C3%BCr-jeden-lerntyp-und-warum-musikh%C3%B6r