Aktuelles aus dem Universum der Übersetzung und Softwarelokalisierung

Wir sind Sprachfreaks, das geben wir gerne zu. Die Welt der Übersetzung und Software-Lokalisierung ist spannend und faszinierend. Aber auch unser Büro-Alltag sorgt für die ein oder andere Schlagzeile. An dieser Stelle bloggen wir regelmäßig Interessantes für unsere Kunden, Freunde und Mitarbeiter. Bleiben Sie dran!

Damit unser Blog immer aktuell ist und keine Verzögerungen durch Übersetzungen in andere Sprachen entstehen, erstellen wir die Posts in den zwei Kernsprachen Englisch und Deutsch. Über die RSS-Funktion können Sie die Blogeinträge gerne abonnieren. Keep in touch with @transcript!


transcript-blogger
17/05/2013 - 13:02

Über die Chancen sowie die Vor- und Nachteile der Maschinellen Übersetzung (MÜ) haben wir bereits zweimal in unserem Blog berichtet [Blogposts vom 22.11.2012 und 01.02.2013].
Auch bei @transcript versuchen wir verstärkt, MÜ immer dann in den Übersetzungs-Workflow mit einzubinden, wenn die wirtschaftlichen Vorteile auf der Hand liegen. Das sind zum Beispiel Kosten- und Zeitersparnis sowie ein optimiertes Terminologie-Management. In den letzten Monaten haben wir hierzu eine intensive Feldforschung betrieben.
Für die Maschinenübersetzung nutzen wir bei @transcript ein statistikbasiertes MÜ-System. Hersteller ist ein marktführender Anbieter von Übersetzungs-Software. Interne @transcript-Humanübersetzer haben die ersten Übersetzungen Englisch-Deutsch bzw. Englisch-Spanisch dieses Systems sorgfältig geprüft. Überraschendes Ergebnis: Wir waren generell sehr zufrieden mit der Qualität der maschinellen Übersetzungen. Der Nachbearbeitungsaufwand der Übersetzungen ins Spanische war jedoch deutlich geringer als bei den Übersetzungen ins Deutsche. Der Grund dafür leuchtet ein: Die spanische Satzstruktur ist der Struktur des englischen Ausgangstextes ähnlicher, als dies im Deutschen der Fall ist. Bei einer Übersetzung Englisch-Deutsch muss das System also „intelligenter“ arbeiten als bei einer Übersetzung Englisch-Spanisch. Grundsätzlich kommt das MÜ-System mit simplen Satzstrukturen natürlich besser zurecht als mit komplizierten Schachtelsätzen. Nach jeder überprüften Übersetzung wird das MÜ-System aktualisiert und so immer weiter trainiert. Damit erzielen wir eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung im Bereich der maschinellen Übersetzungen.
Neben den bestehenden MÜ-Systemen für Übersetzungen ins Deutsche und Spanische arbeitet @transcript aktuell an der Entwicklung einer MÜ-Lösung für weitere Schwerpunktsprachen wie Niederländisch, Japanisch, Französisch etc. Grundsätzlich kommt das MÜ-System bei @transcript nur in den Projekten zum Einsatz, für die es auch entwickelt wurde, zum Beispiel für großvolumige Dokumentationen wie Software-Handbücher. Die Maschine erledigt nach wie vor nur einen Teil der Arbeit: jeder maschinell vorübersetzte Text wird von einem qualifizierten Humanübersetzer kontrolliert und nachbearbeitet. Dieses Post-Editing von Menschenhand bleibt unverzichtbarer Teil des Übersetzungs-Workflows – auch im Zeitalter der MÜ. Für bestimmte Textgenres wie z. B. Marketingtexte oder Webtexte verzichten wir nach wie vor auf maschinelle Unterstützung: Hier ist die menschliche Übersetzungsqualität unübertroffen.

transcript-blogger
03/05/2013 - 11:15

Der Mai ist, zumindest in Europa, wegen seiner angenehmen Witterung der wohl beliebteste Monat zum Heiraten. Bei der Hochzeit sowie bei der Geburt von Kindern spielt die Namensgebung eine wichtige Rolle. Wir haben recherchiert, welche Spielarten es bei den internationalen Namenskonventionen gibt – und dabei einige Kuriositäten entdeckt.
Wussten Sie zum Beispiel, dass ein vom Vornamen der Vater oder der Mutter abgeleiteter Nachname als „Patronym“ bzw. „Metronym“ bezeichnet wird? In Island werden die Namen auf eben diese Weise gebildet: Bei einem männlichen Nachkommen wird der Name des Vaters erweitert um die Silbe -son (Sohn); ist es ein Mädchen, hängt man die Silbe -dottir (Tochter) an. Der Sohn eines Gustav Svensson heißt also zum Beispiel Helgi Gustavson, dessen seine Tochter zum Beispiel Johanna Gustavsdottir. Heißt: Nicht einmal Geschwister tragen die gleichen Familiennamen. Auch auf den Färöern gibt es in diesem Sinne keine durchgängigen Nachnamen.
Die Spanier tragen jeweils zwei Nachnamen: der erste Teil entspricht dem ersten Nachnamen des Vaters, der zweite dem ersten mütterlichen Nachnamen. Dies bedeutet, dass die Nachnamen zwar noch an die eigenen Kinder, nicht aber an die Enkel weitergegeben werden. Für die Eheleute selbst bleibt nach der Heirat in Spanien namenstechnisch alles beim Alten: Jeder Ehepartner behält seine beiden Geburtsnamen. In Portugal und Brasilien gehorcht die Namensgebung der Kinder einem ähnlichen Prinzip wie in Spanien. Kleine Variante: Hier ergeben sich die Nachnamen der Sprösslinge jeweils aus dem zweiten Nachnamen der Eltern (und nicht dem ersten wie in Spanien). Im Übrigen kann eine portugiesische Frau bei der Hochzeitsunterschrift einfach an ihre beiden eigenen Nachnamen noch den zweiten Nachnamen ihres Ehemannes anhängen. Dann trägt sie eben drei Namen – und die Kinder haben zumindest einen Namen gemeinsam, nämlich den letzten Namen des Vaters bzw. Ehemannes. In Griechenland entspricht der Familienname einer verheirateten Frau traditionell dem Genitiv des Familiennamens ihres Ehemannes. Beispiel: Der Mann heißt Kolidis, seine Ehefrau Kolidi (Genitiv). Das bedeutet dann soviel wie „Frau des Kolidis“. Frauen, denen dies zu altmodisch erscheint, können neuerdings auch dieselbe Namensform wie ihr Ehemann wählen. In Tschechien enden weibliche Familiennamen prinzipiell auf der Silbe -ova. Bei litauischen Frauen erkennt man schon am Namen, ob sie noch zu haben sind: Ledige Frauen tragen einen Namen, der auf -iene endet; eine verheiratete Frau ist an der Endung -aite zu erkennen.
Zum Schluss noch ein Abstecher nach Asien: In China, Korea und Vietnam wird der Familienname zuerst genannt. Der in Deutschland als Vorname bezeichnete Namensteil ist dem Familiennamen nachgestellt. In einer Übersetzung aus diesem Sprachraum, z. B. einer chinesisch-deutschen Übersetzung, behält man diese Reihenfolge üblicherweise bei.

Quelle: www.wikipedia.org

transcript-blogger
19/04/2013 - 11:19

Am 11. und 12. April fand in Münster die diesjährige tekom-Frühjahrstagung statt. Die Veranstaltung richtete sich an Unternehmen, die sich um Gebrauchs- und Betriebsanleitungen und deren Optimierung kümmern. Technische Dokumentationen und vor allem technische Übersetzungen gehören zum Kerngeschäft von @transcript. Genau aus diesem Grund war @transcript-Geschäftsleiterin Anke Büchel für uns vor Ort.

Welche Themenbereiche hat die Veranstaltung abgedeckt?
Anke Büchel: In Münster drehte sich alles um die fünf Themen Anwenderfreundlichkeit, Erstellungstechnologien, Management, Übersetzung/Lokalisierung und mobile Dokumentation. Schwerpunkt waren auf jeden Fall die Themen Dokumentation und technische Redaktion.

Was waren Ihre Erwartungen an den Besuch der tekom?
Anke Büchel: In erster Linie geht es ja immer ums Netzwerken. Ich konnte viele bestehende Kontakte aus der Lokalisierungsbranche auffrischen und natürlich auch neue, vielversprechende Kontakte knüpfen: zum Beispiel zu anderen Übersetzungsbüros oder zu freiberuflichen Übersetzern.

Mit wem sind Sie außerdem ins Gespräch gekommen?
Anke Büchel: Interessant für @transcript sind Software-Tools für eine effiziente Realisierung der technischen Dokumentation. Da habe ich ein paar sehr nützliche Gespräche führen können, zum Beispiel mit Anbietern wie SDL, Kilgray oder Lucy Software.

Welche tekom-Vortragsthemen waren relevant für die Arbeit bei @transcript?
Anke Büchel: Ein Highlight war für mich der Vortrag über die Bereitstellung von Dokumentationen auf mobilen Endgeräten. Das ist doch sehr viel innovativer als die Print-Variante! Es ging unter anderem um die Frage, welche Formate sich dafür am besten eignen, also z. B. PDFs oder Apps.

Welche Themen der tekom-Frühjahrstagung sehen Sie als zukunftsweisend an?
Anke Büchel: In Zukunft wird – auch bei @transcript – die Lokalisierung mobiler Dokumentationen ein Schwerpunktthema sein. Wir leben in einer absolut digitalen Welt, in der Informationen auf mobilen Endgeräten in allen wichtigen Sprachen verfügbar sein müssen. Eine spannende Herausforderung – wobei natürlich auch mobile Apps ihre Grenzen haben, wie dieser Werbespot zeigt.