Aktuelles aus dem Universum der Übersetzung und Softwarelokalisierung

Wir sind Sprachfreaks, das geben wir gerne zu. Die Welt der Übersetzung und Software-Lokalisierung ist spannend und faszinierend. Aber auch unser Büro-Alltag sorgt für die ein oder andere Schlagzeile. An dieser Stelle bloggen wir regelmäßig Interessantes für unsere Kunden, Freunde und Mitarbeiter. Bleiben Sie dran!

Damit unser Blog immer aktuell ist und keine Verzögerungen durch Übersetzungen in andere Sprachen entstehen, erstellen wir die Posts in den zwei Kernsprachen Englisch und Deutsch. Über die RSS-Funktion können Sie die Blogeinträge gerne abonnieren. Keep in touch with @transcript!


transcript-blogger
09/04/2015 - 11:23

Technische Übersetzungen für den Maschinenbau und Anlagenbau gehören zur Kernexpertise des @transcript-Teams. Denn die technische Dokumentation ist ein klarer Erfolgsfaktor für global agierende Unternehmen, die im Maschinenbau-Sektor oder im Anlagenbau tätig sind. In seinem Buch Technische Dokumentation im Maschinen- und Anlagenbau: Anforderungen skizziert Autor Heinz Schlagowski fünf Problembereiche der technischen Dokumentation. Neben Organisation/Prozessen, Inhalt, Struktur und gestalterischer Form führt Schlagowski die technische Übersetzung & Lokalisierung als fünften „Problem-Bereich“ an, der über den Erfolg von technischen Dokumentationen in Maschinenbau-Unternehmen entscheidet.
Woher rühren demnach die Probleme bei der Übersetzung und Lokalisierung technischer Dokumentationen? Da wir von @transcript dafür da sind, die Probleme unserer Kunden zu lösen, wollen wir das Thema hier eher lösungsorientiert angehen. Mit unseren Profi-Tipps für Übersetzung & Lokalisierung technischer Dokumentationen möchten wir Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau bei einem erfolgreichen Übersetzungs-Management unterstützen.

Profi-Tipp 1: Regeln Sie Ihr Übersetzungs-Management am besten durch einen oder mehrere zentrale Ansprechpartner in Ihrem Unternehmen. Bündeln Sie Kompetenzen und schaffen Sie klare Kommunikationsstrukturen für Mitarbeiter und externe Dienstleister.
Profi-Tipp 2: Beauftragen Sie Übersetzungsprofis wie eine professionelle Agentur für Übersetzung und Lokalisierung. Die Beauftragung von „Billiganbietern“ mag auf den ersten Blick Einsparungen versprechen, kann sich aber später als echte Kostenfalle herausstellen.
Profi-Tipp 3: Arbeiten Sie mit Terminologie-Datenbanken und einem Translation-Memory-System und suchen Sie einen Übersetzungs-Dienstleister, der dies ebenfalls tut. TMS und ein professionelles Terminologie-Management garantieren die Einheitlichkeit von Begriffen in den jeweiligen Dokumenten und beinhalten enormes Einsparpotenzial. Bereits übersetzte Sprachbausteine können zum Beispiel immer wieder eingesetzt werden.
Profi-Tipp 4: Verwenden Sie bereits in der Ausgangsversion Ihrer technischen Dokumentationen eine klar definierte, unternehmensspezifische Terminologie und dokumentieren Sie diese in entsprechenden Glossaren oder Verzeichnissen. Wählen Sie eine Sprache, die auch maschinelle Übersetzungsprozesse zulässt.
Profi-Tipp 5: Achten Sie bei der Auswahl der Übersetzungsagentur auf die Professionalität der jeweiligen Übersetzer. Fragen Sie bei Ihrem Dienstleister nach, über welche fachlichen Qualifikationen die eingesetzten Übersetzer verfügen. Um eine qualitativ hochwertige technische Übersetzung im Bereich Maschinenbau oder Anlagenbau anzufertigen, muss ein Übersetzer mit den spezifischen Anforderungen der technischen Kommunikation und Dokumentation vertraut sein sowie Fachkenntnisse im Maschinen- und Anlagenbau besitzen. Darüber hinaus sollten exzellente Sprachkenntnisse in der Ausgangs- und Zielsprache selbstverständlich sein. Überprüfen Sie am besten, ob die jeweiligen Übersetzer Muttersprachler sind.

Auch wir bei @transcript realisieren unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren zahlreiche Projekte für Maschinenbau-Unternehmen, die auf internationalen Märkten agieren und daher verstärkt Bedarf an Übersetzung und Lokalisierung ihrer technischen Dokumentationen haben.

Quelle:
Schlagowski, Heinz; Technische Dokumentation im Maschinen- und Anlagenbau: Anforderungen; Berlin 2013; S. 479 ff.

transcript-blogger
19/03/2015 - 12:31

Vom 22. bis 25. März heißt es wieder: Zeit für neue Trends in Lokalisierung & Übersetzung, Zeit für Networking, Zeit für die Jahreskonferenz der GALA! Das spanische Sevilla bildet den diesjährigen Rahmen für das in der Language Industry renommierte Event, das wie immer unter dem Motto „The Language of Business – The Business of Language“ steht. GALA möchte laut eigenem Mission Statement „Stimme der Language Industry und Unterstützer des Language Business“ sein. Dazu werden Netzwerke gebildet, Standards definiert, Wissen geteilt und neue Technologien weiterentwickelt. Genau diesen Zielen sieht sich auch die jährliche Konferenz der GALA verpflichtet.
Fast zwei Drittel der Konferenz-Teilnehmer der letzten Jahre waren nach Angaben des Veranstalters Top-Führungskräfte von Unternehmen aus allen Bereichen der Language Industry: Experten für Übersetzung und Lokalisierung, Tool-Anbieter oder Purchasing-Manager von Lokalisierungs- und Globalisierungs-Dienstleistungen. Die Teilnahme an der Konferenz bietet neben der Erweiterung der eigenen Knowledge-Base also jede Menge Gelegenheiten, Kontakte für neue Geschäftsaktivitäten aufzubauen und sich erfolgreich mit teilweise hochrangigen Experten der Sprachindustrie zu vernetzen.
Parallel zur GALA findet die think! Interpreting statt, die ihren Teilnehmern ermöglicht, sich mit anderen Anbietern von Dolmetscher-Dienstleistungen zu vernetzen oder neue Erkenntnisse über den Dolmetscher-Markt und neue Technologien wie maschinengestütztes Dolmetschen zu gewinnen.
Am Sonntag startet die Veranstaltung mit einem „sanften“ Einstiegsprogramm: Städtetour in Sevilla, gefolgt von munterem Netzwerken für neue Mitglieder oder erstmalige Teilnehmer und schließlich die famose „GALA Welcome Reception“ zum Warmwerden mit alten und neuen Kollegen aus der Branche für Lokalisierung, Übersetzung und Dolmetschen. Die „Kern-Tage“ der Konferenz sind sicherlich Montag und Dienstag. Ein bunter Mix aus Keynote Speeches, Fachvorträgen und Workshops beschäftigt sich mit Innovationen, Technologien, Management, Sales und Best-Practice-Beispielen. Am Montag sind die verschiedenen Angebote den fünf Themenblöcken „Travel & Hospitality“, „Senior Management“, „Think!Interpreting“, „Tomorrow’s technology“ und „Demos“ zugeordnet. Am Dienstag sind die Schwerpunkte etwas anders gelegt: „Technology“, „Change & Disruption“ sowie „Sales & Marketing“.
Am Mittwoch gibt es als Abschluss-Highlight noch drei für alle Teilnehmer offene „Master Classes“. Gewählt werden kann zwischen den Themen „Sales Management“, „Machine Translation“ und einem Vortrag über „Strategien zum Ausstieg“. Ausstieg? Eine Veranstaltung für jene, die darüber nachdenken, ihr Business zu verkaufen oder sich zum Beispiel aus dem operativen Tagesgeschäft zurückzuziehen, um Zeit für visionäres, strategisches Arbeiten zu finden. Interessanter Ansatz – aber die meisten Besucher werden das Event wohl eher zum Ausbau von Netzwerk-Kontakten zu Kollegen und (zukünftigen) Kunden-Unternehmen sowie Dienstleistern nutzen und sich neue Kenntnisse im Bereich Technologie oder Sales aneignen. Also, liebe Language Community: Freuen wir uns auf ein paar spannende Tage in Sevilla!

Quellen:
http://www.gala-global.org/conference/

transcript-blogger
11/03/2015 - 10:12

Neu, neuer, am neuesten – unsere Zeit ist schnelllebiger denn je. Neuerungen gibt im digitalen Lifestyle genauso wie auf vielen anderen Gebieten: Wirtschaft, Zeitgeist, Mode, Kultur. Im Gleichschritt mit den täglichen Innovationen entwickeln die Sprecher lebender Sprachen ständig neue Begriffe, die die immer wieder neu auftretenden „Benennungslücken“ zu schließen versuchen: Neologismen. Während die Hauptfunktion dieser Wortneuschöpfungen darin besteht, neue Sachverhalte zu benennen, prägen sie auch gesellschaftliche Trends oder drücken die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder Kultur aus, zum Beispiel der Jugendkultur. Als Neologismus wird eine Wortschöpfung streng genommen jedoch erst dann bezeichnet, wenn sie auch lexikographisch erfasst ist, das heißt Aufnahme in die allgemeinsprachlichen Standardwörterbücher gefunden hat.
Grundsätzlich gibt es zwei Typen von Neologismen: Neuwörter sind tatsächlich in Ausdruck und Bedeutung völlig neu. Beispiel ist zum Beispiel der „Blog“ (wie passend an dieser Stelle…), abgeleitet von web-log oder auch der Podcast, eine kombinierte Wortschöpfung aus Apples iPod und dem englischen broadcast. Die Sachverhalte, die hier beschrieben sind, gab es schlichtweg zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht und eine neue Bezeichnung wurde notwendig.
Die zweite Kategorie der Neologismen sind Neubedeutungen. Ausdrücke, die ursprünglich positiv belegt waren, werden in einen neuen Kontext gesetzt und zum Beispiel für politisch-kulturelle Debatten instrumentalisiert. Politische Korrektheit ist ein solcher Begriff. Auch die Werbesprache bedient sich gerne bunter Neubedeutungen: Da wird der Schalter zum Servicepoint oder das gewöhnliche Duschgel zur Shower Sensation.
Ein weites Feld für Neologismen bietet die Modewelt: Hier wimmelt es nur so von Wortschöpfungen wie Vintage-Look, Boyfriend-Oversize-Style oder Used-Look. Doch Spitzenreiter für Neologismen dürften immer noch die Begriffe aus dem multimedialen Universum sein. Wer hätte noch vor zwei, drei Jahren gewusst, was ein Selfie ist, warum ein Tweet nur 140 Zeichen haben darf und warum Cyberkriminalität etwas ist, wofür man im ganz realen Leben ins Gefängnis wandern kann? Von der Flut an Edutainment und Webinaren ganz zu schweigen. Kennen Sie sich da noch aus?

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Neologismus
http://www.wortwarte.de/Archiv/thematisch/t21.html