Aktuelles aus dem Universum der Übersetzung und Softwarelokalisierung

Wir sind Sprachfreaks, das geben wir gerne zu. Die Welt der Übersetzung und Software-Lokalisierung ist spannend und faszinierend. Aber auch unser Büro-Alltag sorgt für die ein oder andere Schlagzeile. An dieser Stelle bloggen wir regelmäßig Interessantes für unsere Kunden, Freunde und Mitarbeiter. Bleiben Sie dran!

Damit unser Blog immer aktuell ist und keine Verzögerungen durch Übersetzungen in andere Sprachen entstehen, erstellen wir die Posts in den zwei Kernsprachen Englisch und Deutsch. Über die RSS-Funktion können Sie die Blogeinträge gerne abonnieren. Keep in touch with @transcript!


transcript-blogger
20/08/2015 - 09:47

Leichtathletik-WM Peking: Medaillenjagd im Vogelnest
Sieben Jahre nach den Olympischen Sommerspielen gibt es ein sportliches Wiedersehen der internationalen Leichtathletik-Weltspitze im chinesischen Peking. Am Samstag, den 22.8. beginnen dort die 15. Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Bis zum 30. August kämpfen die weltbesten Athleten in 47 Wettbewerben um begehrtes Edelmetall. Nie zuvor haben so viele Länder Teilnehmer zu einer Leichtathletik-WM geschickt: Insgesamt 2567 Athleten aus 203 IAAF-Mitgliedsländern nehmen an dem gigantischen Sportfest teil.
Den Zuschlag für die WM erhielt Peking bereits 2010. Die chinesische Hauptstadt war einziger Bewerber, nachdem London seine Kandidatur aufgrund des Zuschlags für die Olympischen Sommerspiele 2012 zurückgezogen hatte. Austragungsort ist das wegen seiner prägnanten Form und Bauweise als „Vogelnest“ bekannte Nationalstadion in Peking. 91.000 Zuschauer fasste das futuristische Bauwerk, das im März 2008 eröffnet worden war und dessen Bau stattliche 325 Mio. Euro verschlang. Später wurde das Platzangebot auf 80.000 Menschen reduziert. Der Entwurf des Pekinger Nationalstadions stammt von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Das Architekturbüro ist bekannt durch den Bau der Münchner Allianz Arena, Heimatstadion des weltberühmten FC Bayern München. Ebenfalls am Design beteiligt war der bekannte Künstler Ai Weiwei, der später Abstand von dem Bauprojekt nahm – weil die chinesische Regierung den ursprünglichen Gedanken seines Entwurfs nicht umsetzte und den Kostenrahmen für den Bau dramatisch sprengte. In einer Online-Stellungnahme begründete Ai Weiwei sein Fernbleiben von der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele: „Als ich beim Entwurf von Beijings Vogelnest mitwirkte, wollte ich, dass dieses Gebäude für Freiheit steht, nicht für Autokratie: China muss sich verändern.“ Seine Vision für die damaligen Olympischen Spiele könnte man für die Leichtathletik-WM 2015 nicht treffender formulieren: „Dieses farbenfrohe Fest ist eine Gelegenheit zum Feiern, aber auch für Frieden und Freundschaft. Um unsere [Chinas] Zukunft neu zu entdecken, müssen wir uns von unserer Vergangenheit verabschieden.“ Und weiter: „Es [dieses Bauwerk] teilt den Menschen mit, dass Freiheit möglich ist – und dass diese Freiheit Fairness, Mut und Stärke braucht.“
Freuen wir uns auf ein Fest des Sports – und hoffentlich ein Fest der Freiheit und internationalen Freundschaft.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Leichtathletik-Weltmeisterschaften_2015
https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalstadion_Peking
http://www.theguardian.com/commentisfree/2008/aug/07/olympics2008.china
http://www.focus.de/sport/mehrsport/leichtathletik-wm-london-zieht-bewerbung-fuer-wm-2015-zurueck_aid_568618.html
http://www.iaaf.org/competitions/iaaf-world-championships/news/world-championships-beijing-2015-preliminary

transcript-blogger
11/08/2015 - 09:33

Fremdsprachen: Kampf den Lernblockaden!
In diesen Spätsommer-Wochen beginnt vielerorts wieder die Schule nach den großen Ferien. Erinnern Sie sich mit Schrecken an Ihre Schulzeit oder haben Sie gerne gelernt? Noch im Erwachsenenalter schlagen sich viele Menschen mit Lernblockaden und typischen Ängsten herum. Sie möchten zum Beispiel eine Fremdsprache lernen? Dann kennen Sie sicher einige der folgenden „Lernblockaden“, die manchmal auch gut getarnte Ausreden sind. Wir geben nützliche Tipps, um den inneren Schweinehund zu überwinden.

1. Zeitmangel
Wer im Job oder privat stark ausgelastet ist, neigt dazu, alle anderen Aktivitäten auf Eis zu legen. Doch gerade in hektischen Zeiten kann das Erlernen einer Fremdsprache für einen angenehmen Ausgleich und sogar Entspannung sorgen. Es bringt Sie nämlich auf andere Gedanken. Warum zum Beispiel nicht als Vorbereitung auf den nächsten Urlaub im Süden Italienisch lernen? Das Angebot der Lernmedien ist groß, sodass Sie im Prinzip immer und überall kleine „Lerninseln“ schaffen können: Bei der Autofahrt zum nächsten Business-Termin oder bei der Hausarbeit lässt sich prima die nächste Italienisch-Lektion lernen.

2. Alter
„Zum Sprachenlernen bin ich doch viel zu alt.“ Blödsinn. Man ist nie zu alt, um etwas Neues zu lernen. Und eine Fremdsprache schon gar nicht. Wenn man es locker angeht und sich realistische Lernziele setzt, stellen sich schon schnell erste Erfolgserlebnisse ein. Das Tolle: Mit jedem Lebensjahr sammeln wir sprachliche Erfahrungen, die uns als Erwachsener beim Lernen einer neuen Sprache zugutekommen. Es kann also durchaus schneller vorangehen mit dem Lernen als im Kindesalter. Entscheidend für Lernerfolg und Lernfreude ist schließlich nicht das Alter, sondern die Motivation.

3. Unklare Motivation
Wer kein klares Ziel hat, der ist nur schwer zu begeistern. Wenn Sie das Lernen einer Fremdsprache als Bürde oder lästige Pflicht empfinden, dann könnte es tatsächlich mühsam werden. Wer dagegen Freude am Lernen hat, dem geht es gleich viel leichter von der Hand. Setzen Sie sich klare Ziele! Fragen Sie sich zum Beispiel: Was möchte ich – sagen wir mal in drei Monaten – in der Fremdsprache erledigen können? Beim nächsten New-York-Trip auf Englisch shoppen, oder beim Restaurant-Besuch auf Japanisch bestellen? Am besten, Sie visualisieren die entsprechende Situation, die Sie sprachlich meistern. Und gönnen sich vorab schon mal eine Portion Lob.

4. Sprechhemmung
„Ich traue mich nicht zu sprechen, weil ich viel zu viele Fehler mache.“ Verständlich irgendwie. Aber auch sehr schade. Denn wer eine Fremdsprache nicht spricht, lernt sie deutlich langsamer. Sprache kommt von sprechen – und beim Sprechen können Sie all das ausprobieren, was sonst für immer trockene Theorie bliebe. Wie war das mit der neuen Redewendung im Französischen? Wann wendet man nochmal das Past Perfect an? Vorsicht, nicht zu viel grübeln! Sondern einfach raus mit der Sprache! Versuchen Sie’s! Das Gute daran: Sie können Gelerntes endlich mal anwenden. Und Sie können von Ihrem Gesprächspartner jede Menge lernen, wenn er Ihnen in korrekter Aussprache antwortet oder Sie vielleicht auch korrigiert. Also: Perfektionismus über Bord werfen und nur Mut!

Das @transcript-Team wünscht Ihnen jede Menge Freude und Erfolgserlebnisse beim Lernen!

Quellen:
http://www.bildung-news.com
http://www.weikopf.de/index.php?article_id=210

transcript-blogger
25/06/2015 - 09:31

Wir Deutschen lieben unsere Bauernregeln, da rüttelt auch das Web 2.0 nicht dran. Fast jeder kennt sie, die Volksreime über das Wetter und seine Konsequenzen für die Landwirtschaft. Sie zieren Wandkalender genauso wie Online-Monatsübersichten. Ein „Star“ unter den Bauernregel-Jahrestagen ist – ähnlich wie die „Kalte Sophie“ – der Siebenschläfertag am 27. Juni jeden Jahres.
Drei Varianten der Siebenschläfer-Bauernregel kursieren – entsprechende Reime dazu gibt es in großer Vielfalt:
1. Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.
2. Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.
3. Regnet’s am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag.

Heißt also bestenfalls: Scheint am kommenden Samstag die Sonne, können wir uns auf sieben Wochen sonniges Sommerwetter freuen. Das Negativ-Szenario möchten wir uns besser gar nicht ausmalen… Zu spaßen ist mit dem Siebenschläfertag wirklich nicht. Die Gültigkeit der Siebenschläfer-Bauernregel ist sogar statistisch bewiesen: Meteorologen wie Horst Malberg, früherer Leiter des Meteorologischen Instituts der Freien Universität Berlin, haben herausgefunden, dass die Regel – zumindest in Süddeutschland – mit bis zu 80prozentiger Wahrscheinlichkeit zutrifft. Das hängt mit meteorologischen Besonderheiten zusammen: Üblicherweise entwickelt sich gegen Ende Juni, Anfang Juli in Mitteleuropa eine stabile Großwetterlage, die uns mehrere Wochen lang sehr warmes Wetter oder eben dauerhaft wechselhaftes, feuchtes Wetter beschert.
Namensgeber des Siebenschläfertags ist nicht etwa das putzige, nachtaktive Nagetier namens „Siebenschläfer“. Vielmehr geht der Gedenktag auf die Legende von den sieben Schläfern von Ephesus aus dem 6. Jahrhundert zurück. Sieben junge Christen waren vor ihrem Verfolger Kaiser Decius (249 – 251) in eine Berghöhle geflohen; ihre Peiniger hatten ihr Versteck entdeckt und sie bei lebendigem Leibe in der Höhle eingemauert. Am 27. Juni 446 wurden die sieben zufällig wiederentdeckt, als jemand die Steine vom Höhleneingang entfernte und sie schlafend vorfand. Knapp 200 Jahre hatten sie der Legende nach geschlafen, bezeugten noch ihre Auferweckung und starben dann endgültig. Varianten dieser Legende gibt es in Syrien, Griechenland und im Islam.
Der Siebenschläfertag hat eine so lange Tradition, dass er sogar die gregorianische Kalenderreform überdauert hat: Im Jahr 1582 wurden zehn Tage übersprungen, sodass der Lostag für die Wetterprognose streng genommen der 7. Juli sein müsste.
Ob nun ab Ende Juni oder Anfang Juli sieben Wochen schönes oder schlechtes Wetter ist: Unser Blog verabschiedet sich bis Mitte August  in die Sommerpause. Das @transcript-Team wünscht Ihnen einen erholsamen Sommer!

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Schl%C3%A4fer_von_Ephesus
http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenschl%C3%A4fertag
http://www.welt.de/vermischtes/article107263959/Tag-der-Entscheidung-ueber-das-Sommerwetter.html