Aktuelles aus dem Universum der Übersetzung und Softwarelokalisierung

Wir sind Sprachfreaks, das geben wir gerne zu. Die Welt der Übersetzung und Software-Lokalisierung ist spannend und faszinierend. Aber auch unser Büro-Alltag sorgt für die ein oder andere Schlagzeile. An dieser Stelle bloggen wir regelmäßig Interessantes für unsere Kunden, Freunde und Mitarbeiter. Bleiben Sie dran!

Damit unser Blog immer aktuell ist und keine Verzögerungen durch Übersetzungen in andere Sprachen entstehen, erstellen wir die Posts in den zwei Kernsprachen Englisch und Deutsch. Über die RSS-Funktion können Sie die Blogeinträge gerne abonnieren. Keep in touch with @transcript!


transcript-blogger
19/03/2015 - 12:31

Vom 22. bis 25. März heißt es wieder: Zeit für neue Trends in Lokalisierung & Übersetzung, Zeit für Networking, Zeit für die Jahreskonferenz der GALA! Das spanische Sevilla bildet den diesjährigen Rahmen für das in der Language Industry renommierte Event, das wie immer unter dem Motto „The Language of Business – The Business of Language“ steht. GALA möchte laut eigenem Mission Statement „Stimme der Language Industry und Unterstützer des Language Business“ sein. Dazu werden Netzwerke gebildet, Standards definiert, Wissen geteilt und neue Technologien weiterentwickelt. Genau diesen Zielen sieht sich auch die jährliche Konferenz der GALA verpflichtet.
Fast zwei Drittel der Konferenz-Teilnehmer der letzten Jahre waren nach Angaben des Veranstalters Top-Führungskräfte von Unternehmen aus allen Bereichen der Language Industry: Experten für Übersetzung und Lokalisierung, Tool-Anbieter oder Purchasing-Manager von Lokalisierungs- und Globalisierungs-Dienstleistungen. Die Teilnahme an der Konferenz bietet neben der Erweiterung der eigenen Knowledge-Base also jede Menge Gelegenheiten, Kontakte für neue Geschäftsaktivitäten aufzubauen und sich erfolgreich mit teilweise hochrangigen Experten der Sprachindustrie zu vernetzen.
Parallel zur GALA findet die think! Interpreting statt, die ihren Teilnehmern ermöglicht, sich mit anderen Anbietern von Dolmetscher-Dienstleistungen zu vernetzen oder neue Erkenntnisse über den Dolmetscher-Markt und neue Technologien wie maschinengestütztes Dolmetschen zu gewinnen.
Am Sonntag startet die Veranstaltung mit einem „sanften“ Einstiegsprogramm: Städtetour in Sevilla, gefolgt von munterem Netzwerken für neue Mitglieder oder erstmalige Teilnehmer und schließlich die famose „GALA Welcome Reception“ zum Warmwerden mit alten und neuen Kollegen aus der Branche für Lokalisierung, Übersetzung und Dolmetschen. Die „Kern-Tage“ der Konferenz sind sicherlich Montag und Dienstag. Ein bunter Mix aus Keynote Speeches, Fachvorträgen und Workshops beschäftigt sich mit Innovationen, Technologien, Management, Sales und Best-Practice-Beispielen. Am Montag sind die verschiedenen Angebote den fünf Themenblöcken „Travel & Hospitality“, „Senior Management“, „Think!Interpreting“, „Tomorrow’s technology“ und „Demos“ zugeordnet. Am Dienstag sind die Schwerpunkte etwas anders gelegt: „Technology“, „Change & Disruption“ sowie „Sales & Marketing“.
Am Mittwoch gibt es als Abschluss-Highlight noch drei für alle Teilnehmer offene „Master Classes“. Gewählt werden kann zwischen den Themen „Sales Management“, „Machine Translation“ und einem Vortrag über „Strategien zum Ausstieg“. Ausstieg? Eine Veranstaltung für jene, die darüber nachdenken, ihr Business zu verkaufen oder sich zum Beispiel aus dem operativen Tagesgeschäft zurückzuziehen, um Zeit für visionäres, strategisches Arbeiten zu finden. Interessanter Ansatz – aber die meisten Besucher werden das Event wohl eher zum Ausbau von Netzwerk-Kontakten zu Kollegen und (zukünftigen) Kunden-Unternehmen sowie Dienstleistern nutzen und sich neue Kenntnisse im Bereich Technologie oder Sales aneignen. Also, liebe Language Community: Freuen wir uns auf ein paar spannende Tage in Sevilla!

Quellen:
http://www.gala-global.org/conference/

transcript-blogger
11/03/2015 - 10:12

Neu, neuer, am neuesten – unsere Zeit ist schnelllebiger denn je. Neuerungen gibt im digitalen Lifestyle genauso wie auf vielen anderen Gebieten: Wirtschaft, Zeitgeist, Mode, Kultur. Im Gleichschritt mit den täglichen Innovationen entwickeln die Sprecher lebender Sprachen ständig neue Begriffe, die die immer wieder neu auftretenden „Benennungslücken“ zu schließen versuchen: Neologismen. Während die Hauptfunktion dieser Wortneuschöpfungen darin besteht, neue Sachverhalte zu benennen, prägen sie auch gesellschaftliche Trends oder drücken die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder Kultur aus, zum Beispiel der Jugendkultur. Als Neologismus wird eine Wortschöpfung streng genommen jedoch erst dann bezeichnet, wenn sie auch lexikographisch erfasst ist, das heißt Aufnahme in die allgemeinsprachlichen Standardwörterbücher gefunden hat.
Grundsätzlich gibt es zwei Typen von Neologismen: Neuwörter sind tatsächlich in Ausdruck und Bedeutung völlig neu. Beispiel ist zum Beispiel der „Blog“ (wie passend an dieser Stelle…), abgeleitet von web-log oder auch der Podcast, eine kombinierte Wortschöpfung aus Apples iPod und dem englischen broadcast. Die Sachverhalte, die hier beschrieben sind, gab es schlichtweg zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht und eine neue Bezeichnung wurde notwendig.
Die zweite Kategorie der Neologismen sind Neubedeutungen. Ausdrücke, die ursprünglich positiv belegt waren, werden in einen neuen Kontext gesetzt und zum Beispiel für politisch-kulturelle Debatten instrumentalisiert. Politische Korrektheit ist ein solcher Begriff. Auch die Werbesprache bedient sich gerne bunter Neubedeutungen: Da wird der Schalter zum Servicepoint oder das gewöhnliche Duschgel zur Shower Sensation.
Ein weites Feld für Neologismen bietet die Modewelt: Hier wimmelt es nur so von Wortschöpfungen wie Vintage-Look, Boyfriend-Oversize-Style oder Used-Look. Doch Spitzenreiter für Neologismen dürften immer noch die Begriffe aus dem multimedialen Universum sein. Wer hätte noch vor zwei, drei Jahren gewusst, was ein Selfie ist, warum ein Tweet nur 140 Zeichen haben darf und warum Cyberkriminalität etwas ist, wofür man im ganz realen Leben ins Gefängnis wandern kann? Von der Flut an Edutainment und Webinaren ganz zu schweigen. Kennen Sie sich da noch aus?

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Neologismus
http://www.wortwarte.de/Archiv/thematisch/t21.html

 

transcript-blogger
20/02/2015 - 10:13

Cloud Computing ist Megatrend. Und das im privaten wie im unternehmerischen Kontext. Laut einer Studie von KPMG (Cloud-Monitor 2014 für Deutschland) nutzen bereits 40 % aller deutschen Unternehmen das Cloud-Computing. Branchen-Spitzenreiter sind dabei die ohnehin innovativen Unternehmen für Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK): 60 % von ihnen sind laut Studie an Cloud-Lösungen interessiert; nur 18 % lehnen das Arbeiten mit der Cloud ab.
Die Vorteile vom webbasierten Arbeiten mit der Cloud liegen auf der Hand: Auch mittelständische Unternehmen haben damit ganz flexibel Zugriff auf Technologien und Informationen, die bisher finanzstarken Großunternehmen vorbehalten waren. Dabei gilt das Prinzip des „Einmietens“ in die Cloud: Unternehmen nutzen „on demand“ die Ressourcen, die sie kunden-, projekt- und zeitabhängig gerade brauchen – und bezahlen nur das, was sie auch abrufen. Außerdem ist bei der Cloud Mobilität Trumpf: Jeder kann jederzeit und von praktisch jedem Endgerät wie Desktop, Tablet oder Smartphone auf die Cloud zugreifen. Das eröffnet zum Beispiel internationalen Teams, die von verschiedenen Standorten aus arbeiten, ganz neue Möglichkeiten des Projektmanagements. Unterm Strich kommen die webbasierten Ressourcen die Unternehmen weitaus günstiger als die Investition in ständig neue, firmeneigene IT-Systeme.
Die Kehrseite der Medaille sind jedoch ungeklärte Fragen vor allem bei den Themen Datenschutz und Datensicherheit. Cyberkriminalität oder die Tätigkeit von Geheimdiensten – zuletzt in großem Stil geschehen beim NSA-Überwachungsskandal – werden laut KPMG-Befragungen von 74 % der Unternehmen als reale Bedrohung empfunden.
Diese Sicherheitslücken sind beim cloudbasierten Übersetzen so gut wie ausgeschlossen, da es sich in der Regel um Cloudlösungen mit streng geregelten Zugangsrechten handelt. Webbasierte Übersetzungstools machen Translation Memories und wertvolle Sprachressourcen für professionelle Übersetzer zugänglich. Größter Vorteil ist die uneingeschränkte Mobilität beim Zugriff und die Kompatibilität mit verschiedenen Betriebssystemen wie Mac, Windows oder Linux. Webbasierte Translation-Memory-Systeme bieten heute neben allen Standards traditioneller TMS auch Zusatzfunktionen wie Filter für unterschiedliche Dateiformate, Wörterbücher, Projektmanagementsysteme – und vor allem den Anschluss zu maschinellen Übersetzungssystemen. Bei @transcript verwenden wir beispielsweise im Bereich der maschinellen Übersetzung ein solches cloudbasiertes System und setzen auf Kundenwunsch auch in anderen Bereichen spezielle cloudbasierte Lösungen ein.
Bei uns als professioneller Übersetzungsagentur hat die Zukunft also längst begonnen.

Quellen:
http://www.bmwi.de/DE/Themen/Digitale-Welt/Internet-der-Zukunft/cloud-computing.html
http://www.bmwi.de/Dateien/BMWi/PDF/Monatsbericht/Auszuege/09-2013-cloud-computing,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf
http://uepo.de/2013/08/07/cloudwords-wordbee-xtm-cloud-co-was-bringen-webbasierte-ubersetzungssysteme/
http://www.heise.de/open/artikel/Open-Source-fuer-Uebersetzer-1204029.html?artikelseite=2
https://www.kpmg.com/DE/de/Documents/cloudmonitor-2014-kpmg.pdf