Aktuelles aus dem Universum der √úbersetzung und Softwarelokalisierung

Wir sind Sprachfreaks, das geben wir gerne zu. Die Welt der Übersetzung und Software-Lokalisierung ist spannend und faszinierend. Aber auch unser Büro-Alltag sorgt für die ein oder andere Schlagzeile. An dieser Stelle bloggen wir regelmäßig Interessantes für unsere Kunden, Freunde und Mitarbeiter. Bleiben Sie dran!

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28/04/2016 - 10:35

Sie ist die weltweit wichtigste Industriemesse: Die HANNOVER MESSE bündelt vom 25. bis 29. April 2016 sämtliche Schlüsseltechnologien und Kernbereiche der Industrie an einem einzigen Messeplatz im Nordwesten Deutschlands. Ob Forschung & Entwicklung, IT, Industrieautomation, Produktions- oder Mobilitätstechnologien: Hannover ist in diesen Tagen ein „Hotspot der Industrie“ und „Place-to-be“ für alle, die den Anschluss an die Industrie der Zukunft nicht verpassen wollen.
Unter dem diesjährigen Leitthema „Integrated Industry – Discover Solutions“ stehen erneut die Herausforderungen auf dem Weg in eine digitalisierte Industrie 4.0 im Mittelpunkt. Erstmals wurde der Begriff 2011 in Hannover geprägt; mittlerweile ist er in aller Munde. Auch in diesem Jahr beansprucht die HANNOVER MESSE für sich, bahnbrechende Impulse für Forschung & Entwicklung zu geben und weltweite Industrie-4.0-Kompetenzen zusammenzuführen. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen auch mittelständische Unternehmen die Potenziale der Digitalisierung erkennen und ausschöpfen“, erklärt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands beim Veranstalter Deutsche Messe AG. Die HANNOVER MESSE zeigt zur Inspiration mehr als einhundert Anwendungsbeispiele für „Integrated Industries“. Dazu zählt auch die Sonderschau „Predictive Maintenance 4.0“: Sensoren und eine intelligente Datenanalyse machen es möglich, „vorausschauend“ den idealen Wartungszeitpunkt einer Maschine zu bestimmen.
Ganz nebenbei bietet die Innovations-Show in Hannover eine gute Gelegenheit, die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu pflegen: Partnerland der HANNOVER MESSE sind in diesem Jahr erstmals die USA. Messechef Wolfram von Fritsch gelang es, US-Präsident Barack Obama nach Deutschland zu holen, um die Messe gemeinsam mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zu eröffnen. Die USA arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Automatisierung und Digitalisierung ihrer Wirtschaft – und werden die HANNOVER MESSE ohne Zweifel dazu nutzen, die renommierte deutsche Maschinenbau-Industrie als Partner für ihre Vorhaben zu gewinnen.

Quellen:
http://www.hannovermesse.de
http://www.welt.de/wirtschaft/article154501635/Obama-bringt-1000-koepfige-Delegation-nach-Hannover.html

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13/04/2016 - 09:12

Kein Aprilscherz: Die Höhe der Luftfeuchtigkeit kann die Ausbreitung bestimmter Sprachen in unterschiedlichen Klimazonen der Erde beeinflussen. Das hat ein internationales Forscherteam um den Wissenschaftler Seán G. Roberts vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik im holländischen Nijmegen herausgefunden. Zum Hintergrund: Charakteristisch für viele Sprachen der Welt sind fein differenzierte Tonhöhen bei der Aussprache, durch die sich unterschiedliche Bedeutungen ein- und desselben Wortes ergeben. Im chinesischen Mandarin zum Beispiel bedeutet „Ma“ abhängig von der Aussprache „Mutter“ (bei einer gleichmäßigen Betonung) oder „Pferd“  (bei einer zunächst sinkenden und dann steigenden Tonhöhe). Solche Sprachen bezeichnet man in der Linguistik entsprechend als „Tonsprachen“. Wie die Forschungen von Roberts und seinem Team zeigen, sind Tonsprachen in Ländern mit feucht-warmem Klima überproportional stark vertreten. Das liegt nach Aussage der Forscher daran, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit die in der Höhe variierende Artikulation von Tonsprachen begünstigt. Der Grund: Für das Treffen des richtigen „Tons“ müssen die Stimmlippen (auch Stimmbänder genannt) im Kehlkopf des jeweiligen Sprechers ausreichend vibrieren können. Das funktioniert dann besonders gut, wenn die Schleimhäute feucht sind. Eine hohe Luftfeuchtigkeit wirkt sich außerdem auf die Regulierung des Ionenhaushalts innerhalb der Stimmlippen-Schleimhäute aus. Kurz gesagt: In Feuchtgebieten schwingen die Stimmbänder schön elastisch und der Sprecher trifft die feinen Abstimmungen einer Tonsprache ganz problemlos. 3750 Sprachen aus diversen Sprachfamilien hat das internationale Forscherteam im Rahmen der Studie analysiert, um den Zusammenhang zwischen Feuchtigkeit und Verbreitung von Tonsprachen herzustellen. Tatsache ist: Im eher trockenen Mitteleuropa haben sich keine Tonsprachen entwickelt. Deutsch und Englisch beispielsweise sind selbst dann noch verständlich, wenn sie von einer völlig tonlosen Computerstimme gesprochen werden. Eine besondere Anhäufung von Tonsprachen zeigt eine vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik veröffentliche Weltkarte dagegen in den Tropen und Subtropen Zentralafrikas und Asiens. Wir schlussfolgern (vielleicht nicht streng wissenschaftlich): Würde in Deutschland aufgrund des Klimawandels irgendwann ein Regenwald wachsen, hätten vielleicht auch wir die Chance auf Entstehung einer Tonsprache in unseren Breitengraden.

 


Quellen:
https://www.mpg.de/8863373/tonsprachen-luftfeuchtigkeit
http://www.spektrum.de/news/formt-luftfeuchtigkeit-die-sprachen-der-welt/1328396
http://www.faz.net/aktuell/wissen/klima-und-stimme-grosse-sprache-liegen-in-der-luft-13419285.html

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01/04/2016 - 08:33

Schon traditionell lädt die „Globalization and Localization Association” (GALA) im März zu ihrer Jahreskonferenz. Vom 20. bis 23. März 2016 haben internationale Lokalisierungs-Experten an dem Event teilgenommen, diesmal im „Big Apple“ New York. Was eigentlich macht diese Veranstaltung so attraktiv für globale Content Provider, Entwickler von Übersetzungs-Technologien und Language Provider? Auf der Suche nach Antworten haben wir uns die Zahlen einer Besucher-Befragung der letztjährigen GALA-Jahreskonferenz angeschaut: 84 Prozent sagten, sie hätten neue Konzepte und Strategien kennengelernt, die ihr Business zukünftig voranbringen. 72 % haben vielversprechende Kontakte für die Generierung neuer Aufträge geknüpft. Und etwa die Hälfte der Teilnehmer wollte im Nachgang zu der Veranstaltung in neue Technologien investieren. Die Ergebnisse der Umfrage reflektieren, was die GALA sich als „Mission“ auf ihre Fahnen schreibt: nämlich die Language Industry und die GALA-Mitglieder dabei zu unterstützen, Experten-Communities zu bilden, Best-Practice-Standards zu etablieren, Wissen in den Bereichen Lokalisierung & Übersetzung zu teilen und neue Technologien zu entwickeln bzw. im Sinne einer effizienteren Projektarbeit einzusetzen. Zu den Schlüsselthemen gehörte auch in diesem Jahr die maschinelle Übersetzung mit ihren neuesten Trends und Möglichkeiten.
Eine besondere Rolle spielt auf der GALA neben dem professionellen Austausch von Know-how der Faktor Motivation. Das Sich-Vernetzen mit Fachkollegen, der Blick über den Tellerrand auf das „Big Picture“ und das Erweitern des eigenen Wissens-Horizontes gibt den Teilnehmern einen regelrechten „Energieschub“ für die Alltags-Herausforderungen von Lokalisierung und Übersetzung – überlebenswichtig gerade für die kleineren Language Service Provider. So überrascht es nicht, dass in der oben zitierten Umfrage 97 % der Teilnehmer angeben, sie seien „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“ mit der Konferenz. „Connect, discover, exchange“ – sich vernetzen, Neues entdecken und sich mit Experten der Language Industry austauschen. Dafür steht die GALA wie wohl kein anderes internationales Fach-Event der Language Industry.

Quelle:
https://www.gala-global.org/conference/gala-annual-conference-2016