Aktuelles aus dem Universum der Übersetzung und Softwarelokalisierung

Wir sind Sprachfreaks, das geben wir gerne zu. Die Welt der Übersetzung und Software-Lokalisierung ist spannend und faszinierend. Aber auch unser Büro-Alltag sorgt für die ein oder andere Schlagzeile. An dieser Stelle bloggen wir regelmäßig Interessantes für unsere Kunden, Freunde und Mitarbeiter. Bleiben Sie dran!

Damit unser Blog immer aktuell ist und keine Verzögerungen durch Übersetzungen in andere Sprachen entstehen, erstellen wir die Posts in den zwei Kernsprachen Englisch und Deutsch. Über die RSS-Funktion können Sie die Blogeinträge gerne abonnieren. Keep in touch with @transcript!


transcript-blogger
24/04/2014 - 11:30

Gerade noch haben wir in diesem Blog über die GALA in Istanbul berichtet, von der Anke Büchel, Mitglied der @transcript-Geschäftsleitung, schwärmte: „Eine absolut lohnenswerte Veranstaltung: Spannende Location, interessante Leute – wir alle sind wirklich Teil einer tollen Language-Business-Community, mit der es sich lohnt zu netzwerken!“ Auch die European Language Industry Association, kurz ELIA, steht ganz im Zeichen der Vernetzung all derer, die in der Sprachindustrie tätig sind. Laut Definition der ELIA umfasst die „Language Industry“ die Bereiche Übersetzen, Dolmetschen, Lokalisierung, Internationalisierung und Globalisierung. Ein Schwerpunkt der Arbeit von ELIA ist dabei insbesondere die Förderung von Geschäftsbeziehungen innerhalb der EU-Staaten und mit Ländern, die sich um eine Aufnahme in die EU beworben haben. Außerdem verschreibt sich ELIA der Wahrung von Ethik- und Qualitätsstandards in der gesamten Branche.
Informationsaustausch und Networking werden großgeschrieben auf den „ELIA’s Networking Days“, die vom 24. bis 26. April in der  lettischen Hauptstadt Riga stattfinden. Die Konferenz wirbt mit der entspannten Atmosphäre der schönen Stadt im Baltikum, in der es sich hervorragend Kontakte im Business der Übersetzung und Lokalisierung knüpfen und auffrischen lässt. Wie die GALA in Istanbul befassen sich auch die Veranstaltungen auf den ELIA’s Networking Days mit neuen Entwicklungen in Übersetzungstechnologie, Management und Vertrieb. So lautet das Thema der Willkommens-Keynote denn auch „The Future of Translation“. Und natürlich fehlen in Riga zukunftsweisende Themen wie Maschinenübersetzung oder Terminologie-Management nicht auf der Konferenz-Agenda.
Der dritte Konferenztag (Samstag) in Lettland steht bei ELIA ganz im Zeichen des analogen Social Networking. Die Teilnehmer können zwischen fünf verschiedenen Aktivitäten wählen: von der Städtetour durch Riga über einen Bungee Jump bis hin zu einer Kanufahrt oder Fahrradtour. Sportlich, sportlich, die Kollegen aus dem Business der Übersetzung und Lokalisierung!

Quelle:
www.elia-association.org
 

transcript-blogger
09/04/2014 - 11:43

Was eigentlich unterscheidet den Beruf des Dolmetschers von dem des Übersetzers? Wie wir sehen werden: eine ganze Menge!
Zunächst aber zu den Gemeinsamkeiten: Sowohl die Übersetzung als auch das Dolmetschen finden ihren Platz unter dem Dach der Sprach- und Kulturmittlung, auch Translation genannt. Außerdem ist den Übersetzern und Dolmetschern gemeinsam, dass sie als Mediatoren zwischen zwei Parteien vermitteln, die nicht dieselbe Sprache sprechen – und sich deshalb ohne die Hilfe eines (Fremd)Sprach-Experten schlichtweg nicht verstehen würden.
Prinzipiell sind die beiden Tätigkeiten jedoch grundverschieden: Der Dolmetscher überträgt gesprochene Texte mündlich in eine Zielsprache, während der Übersetzer seine Übertragung schriftlich fixiert. In der Regel übersetzt der Übersetzer ausschließlich in seine eigene Muttersprache; ein Dolmetscher dagegen produziert Ergebnisse in zwei Sprachen, weil er mündlich zwischen zwei Sprachwelten hin und her switcht.
Gebärdensprachdolmetscher übertragen Gesprochenes in die Gebärdensprache, um gehörlosen Menschen eine reibungslose Kommunikation zu ermöglichen.
Konsekutivdolmetscher geben in sich geschlossene Teilabschnitte von Reden wieder: Während der Redner spricht, machen sie sich Notizen. Sobald der Redner zu einem inhaltlichen Absatz kommt, überträgt der Konsekutivdolmetscher das vorab Gesagte mündlich in die Zielsprache. In der „Königsklasse“ des Konsekutivdolmetschens werden dabei bis zu 20 Minuten lange Redeabschnitte am Stück übertragen! Konsekutivdolmetscher kommen vor allem bei Gerichten, Notaren, Behörden oder Firmenevents mit wenigen Teilnehmern zum Einsatz.
Der Arbeitsplatz eines Simultandolmetschers ist eine enge Kabine, die mit Kopfhörer und Mikrofon ausgestattet ist. Über Kopfhörer hört der Dolmetscher den Redebeitrag in der Ausgangssprache, den er zeitgleich mündlich in die gewünschte Zielsprache überträgt. Per Funk-Headset gelangt die Übertragung zum Empfänger – auf internationalen Konferenzen werden Reden auf diese Weise simultan in mehrere Sprachen übersetzt. Simultandolmetscher arbeiten zum Beispiel bei großen Wirtschafts-Events oder in der Politik, zum Beispiel bei der EU.
Die Tätigkeit des Konsekutiv- und Simultandolmetschens erfordert höchste Konzentration. Nach maximal 20 Minuten werden Simultandolmetscher deshalb in der Kabine durch einen Kollegen abgelöst.
Ohne Zeitverzögerung muss der Dolmetscher in sich schlüssige Inhalte produzieren. Für eine Überprüfung der korrekten Grammatik oder Terminologie bleibt logischerweise keine Zeit. Ein wichtiger Unterschied zum Übersetzer, der in der Regel komplexere Texte wie Verträge oder Technische Manuals produziert – die terminologisch und sprachlich absolut wasserdicht sein sollten. Ein Dolmetscher bereitet sich auf seinen Einsatz vor, indem er vorab wichtige Informationen auswertet: zum Beispiel die Namen und Positionen aller Gesprächsteilnehmer, wichtige inhaltliche Details und Terminologien, technische oder politische Background-Informationen, Zielsetzung der Konferenz oder Verhandlung.
Da die Tätigkeitsfelder von Dolmetschern und Übersetzern so grundverschieden sind, arbeiten die meisten Übersetzer nicht als Dolmetscher und umgekehrt – nach dem Motto „Schuster, bleib bei deinem Leisten“.
Als Experten für Übersetzung und Lokalisierung haben wir uns bei @transcript auf die schriftliche Welt der Sprache spezialisiert – und verpflichten uns, in diesem Bereich immer neue Bestleistungen für unsere Kunden zu erbringen.

Weitere Quelle:
http://de.wikipedia.org

transcript-blogger
28/03/2014 - 18:27

Frühling am Bosporus – der ideale Rahmen für eine der Top-Konferenzen im Bereich Übersetzung und Lokalisierung: Vom 23. bis 26. März fand die GALA Language of Business Conference 2014 in der faszinierenden Türkei-Metropole Istanbul statt. @transcript-Mitglied der Geschäftsleitung Anke Büchel berichtet hier im Blog von ihren Erfahrungen und Eindrücken.

Anke, mit welchen Zielen hast Du Deine Teilnahme an der GALA 2014 verknüpft?
Vor allem habe ich mich über neue Technologien und Strategien informiert. Besonders interessant fand ich die Vorträge über Verkaufsstrategien auf dem Feld der Übersetzung und Lokalisierung, denn Neukundenakquise ist ein wichtiges Thema für uns.
Ganz wichtig war natürlich auch das Networking mit Fachkollegen; gute Beziehungen sind ja nicht nur in unserer Branche ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Mit welchen Technologie-Anbietern oder Netzwerkpartnern bist Du konkret ins Gespräch gekommen?
Auf dem Feld der innovativen Technologien habe ich mit zwei sehr interessanten Firmen gesprochen: XTM Cloud bietet Cloud-Übersetzungslösungen an; KantanMT ist Anbieter von statistischen Maschinenübersetzungen. Im Bereich Sales habe ich mich bei verschiedenen Consultants informiert. Ja, und dann gab es viele Gespräche mit kleineren Language Service Providern (LSPs), die gerne für @transcript als Multi-Language Vendor arbeiten möchten. Wir suchen ja ständig professionelle Muttersprachler für unseren internationalen Übersetzer-Pool.

Welche Themen oder Workshops waren für Dich und @transcript besonders relevant?
Oh, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich habe einige Vorträge zum Thema „Sales“ gehört. Dann habe ich an einigen Veranstaltungen mit dem Fokus „Kundenbeziehung“ (Working with Clients) teilgenommen. Zukunftsweisend fand ich die Demos zu Cloud-Übersetzungslösungen und Maschinenübersetzung. Und beim „Speed Networking” am Montagnachmittag konnte ich etwa 50 Menschen in nur 90 Minuten treffen – intensiver kann Networking wohl kaum sein.

Wie war die Atmosphäre auf der Veranstaltung?
Einerseits global, weil Teilnehmer aus der ganzen Welt dort waren. Andererseits familiär, weil man immer wieder Gelegenheit hatte, sich in kleinen Gruppen auszutauschen und kennenzulernen. Neben den Konferenzen und Workshops gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm, zum Beispiel diverse Dinner, einen Film Contest und das schon erwähnte Speed Networking. Ich konnte also nicht nur fachliche Kontakte knüpfen, sondern auch eine Reihe neuer Freundschaften mit Fachkollegen schließen.

Hattest Du Zeit für Sightseeing? Wie ist Dein Eindruck von der Stadt Istanbul?
Die Stadt ist unglaublich groß, laut und lebhaft. Die kulturelle Vielfalt und das Nebeneinander von Tradition und Moderne haben mich sehr beeindruckt. Und dann natürlich die Lage: Okzident und Orient. Bei der GALA-Sightseeing-Tour standen unter anderem die Hagia Sofia, die Blaue Moschee und der Gewürzmarkt auf dem Programm. Außerdem habe ich auf eigene Faust unser Viertel erkundet, das zum Einkaufen einlädt. Und bei den abendlichen Essen konnte ich kulinarische Höhepunkte der türkischen Küche inklusive Bauchtanz-Darbietungen genießen.

Dein Fazit in einem Satz?
Eine absolut lohnenswerte Veranstaltung: Spannende Location, interessante Leute – wir alle sind wirklich Teil einer tollen Language-Business-Community, mit der es sich lohnt zu netzwerken!


Weitere Quelle:
http://www.gala-global.org/conference/